“Füttere und pflege dein Edaphon gut und regelmässig mit reinster Nahrung uns versuche es zu erhalten und zu vermehren und es wird deinen Acker aufbauen und strukturieren zu allerbesten für deine Pflanzen. Nicht die Totstoffchemie und die “Machotechnologie”, sondern die Mikrobiologie wird die erfolgreiche Zukunft der Agrikultur bestimmen.” – Herwig Pommeresche -

 

Bodennahrungsnetz

Unserer Arbeit fußt auf der Überzeugung / Gewissheit, dass in starkes Bodennahrungsnetz die Grundlage für gesunden Boden ist. In gesundem Boden wachsen gesunde Pflanzen, die einen gesunden Menschen ernähren.

Das Bodennahrungsnetz ist die Gemeinschaft aller lebenden Organismen, die deren Leben, oder Teile ihres Lebens, im Boden verbringen. Genau wie über der Erde, sind die Vernetzungen und Beziehungen zwischen den Lebewesen vielfältig und komplex. Energie und Nährstoffe werden durch das Fressen und Gefressen werden ausgetauscht, verwandelt und angesammelt.

Das Bodennahrungsnetz lässt sich grob in zwei Kategorien aufteilen: Produzenten und Konsumenten. Die Produzenten sind Pflanzen, Algen, Cyanobakterien und alle anderen Organismen die durch Photosynthese Sonnenlicht in organische Substanz verwandeln können. Zu den Konsumenten gehören alle, die nicht in der Lage sind, Photosynthese zu betreiben, sondern von Pflanzen direkt oder indirekt ernährt werden, also abhängig von ihnen sind. Konsumenten bekommen deren Energie von organischen Verbindungen der Pflanzen, anderer Organismen oder leben von Abfallprodukten. Wenn sie komplexe Materialien zersetzen oder andere Lebewesen fressen, werden Nährstoffe ausgeschieden oder in verfügbare Formen umgewandelt und für Pflanzen und andere Bodenorganismen freigesetzt. Alle Pflanzen - Gras, Bäume, Sträucher, Nutzpflanzen - sind für ihre Ernährung auf das Nahrungsnetz angewiesen. Und umgekehrt sind alle Bodenlebewesen auf die Ernährung durch die Pflanzen angewiesen. Deswegen, umso starker und vielfaltiger unser Bodennahrungsnetz, desto produktiver und widerstandsfähiger ist unser überirdisches Wachstum. Die Masse des Bodenlebens kann auf 1 ha mehr als 10 Tonnen erreichen! Um diese Menge und auch Vielfalt an Bodenlebewesen zu erreichen, benötigen diese viel Nahrung. Ein Teil dieser Nahrung kommt durch Exsudate (=Ausscheidungen) von Pflanzenwurzeln, welche eine große Vielfalt am Bodenorganismen versorgen. Im Tausch für diese Wurzelexsudate, bekommt die Pflanze, durch Stoffwechselprodukte der Mikrobiologie, ihre notwendigen Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form, sowie ein gesundes Wachstumsmilieu im Boden.

Um dem Rechnung zu tragen, versuchen wir am Tempelhof möglichst viele “Grünebrucken” oder lebendige Übergänge zwischen zwei Gemüsekulturen zu gestalten, um die Ernährung unserer Mitarbeiter im Boden sicher zu stellen.